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Lass es fließen – Licht am Ende des Tunnels

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Lass es fließen – Licht am Ende des Tunnels

Wir alle kennen diese Momente, in denen wir uns wie in einem dunklen Tunnel fühlen. Die Gedanken kreisen, wir stecken fest und wissen im ersten Moment nicht, wo der Ausgang ist. Aber weißt du was? Das ist völlig okay.

Früher dachte ich oft, ich müsste sofort perfekt funktionieren. Heute weiß ich: Wenn ich an eine Wand stoße, darf ich mich kurz selbst bemitleiden. Ich nehme mir diesen Moment, um das Gefühl zuzulassen. Doch dann schüttle ich es ab. Meine Taktik war es noch nie, den Kopf in den Sand zu stecken und abzuwarten, dass das Licht von alleine kommt. Ich mache mich selbst auf den Weg zum Tunnelausgang.

Mein Motto ist "Krönchen richten und weitermachen!"

Hier sind die Punkte, die mir helfen, das Licht wiederzufinden und alles wieder fließen zu lassen:

1. Raus aus der Bewertungsfalle

Der schnellste Weg in die Blockade ist das Urteil. „Das ist schlecht“, „Das schaffe ich nie“ oder „Warum passiert mir das?“. Noch ärger ist es, wenn wir uns mit anderen vergleichen. "Warum klappt das bei dem und bei mir nicht?" oder "Ich bin nicht so gut, wie ...!".

Diese Vergleiche sind reines Gift für unseren Fluss. Wir bewerten unser „Inneres“ (unsere Zweifel) mit dem „Äußeren“ der anderen (deren glänzendes Ergebnis). Sobald ich diese Wertung in „gut“ und „schlecht“ weglasse, verliert die Situation ihren Schrecken.

Hier sind ein paar Beispiele, die dir helfen können, deine Glaubenssätze neu zu gestalten:

  • Aus: „Das Ergebnis muss perfekt sein, sonst ist es nichts wert!“ Wird: „Ich darf experimentieren. Es ist mein Weg und es reicht aus, wenn ich damit zufrieden bin!“

  • Aus: „Andere sind viel weiter/besser/kreativer als ich.“ Wird: „Ich gehe meinen eigenen Weg in meinem Tempo. Mein Prozess ist einzigartig und nicht vergleichbar.“

  • Aus: „Ich darf keine Fehler machen.“ Wird: „Es gibt keine Fehler, nur Erfahrungen. Ich schaue neutral hin und sehe, was sich entwickelt.“

  • Aus: „Ich bin nicht genug.“ Wird: „Ich bin die Gestalterin / der Gestalter. Ich bewerte nicht mich als Person, sondern lasse die Energie einfach fließen.“

Übung: Welche Glaubenssätze kennst du von dir? Schreibe sie auf und gestalte sie für dich neu. Denn am Ende gilt: Du bist die Gestalterin/ der Gestalter für dein Leben!

2. Akzeptieren und ins Tun kommen - Mein Plan im Sack!

Wenn wir feststecken, ist der erste Schritt die Annahme. Ich habe gelernt: Es ist okay, sich kurz zu bemitleiden. Ich nehme mir diesen Moment, fühle das Stocken, aber dann verharre ich nicht darin. Ich wechsle den Blickwinkel. Anstatt mich zu fragen: „Warum geht es nicht weiter?“, frage ich mich: „Was brauche ich jetzt wirklich?“

Hier spielt oft ein unsichtbarer Gegner mit: Der Stress. Stress ist der größte Antreiber der Mitleidsspirale. Er macht uns unglücklich, engt unseren Blick ein und flüstert uns ein, dass wir sofort eine Lösung brauchen. Dieser Druck führt jedoch meistens zu blindem Aktionismus – und der macht uns am Ende nur noch frustrierter.

Wenn wir wissen, dass wir etwas verändern müssen, brauchen wir Klarheit statt Hektik. Wirkliche Veränderung braucht einen tiefen Atemzug. Bevor ich also wild loslege, halte ich inne und überlege mir genau, was ich eigentlich will. Das nimmt dem Stress die Macht und gibt mir die Kontrolle zurück.

 

Deine Werkzeuge für mehr Klarheit

Damit du nicht im Aktionismus versinkst, möchte ich dir zeigen, wie du die Roadmap und das Vision Board ganz konkret für dich nutzen kannst:

Die Roadmap: Kleine Etappen statt Mount Everest

Oft fühlen wir uns blockiert, weil das Ziel so riesig und unerreichbar scheint. Eine Roadmap bricht diesen "großen Brocken" in bekömmliche Stücke.

  • Tägliche Miniziele: Überlege dir nicht, was du in einem Monat erreicht haben willst, sondern was du heute in 15 Minuten oder 1 Stunde tun kannst.

  • Erfolge sichtbar machen: Hake diese kleinen Schritte bewusst ab. Das schüttet Glückshormone aus, reduziert den Stress und zeigt dir schwarz auf weiß: „Ich bewege mich doch!“

  • Ohne Druck: Es geht nicht darum, eine endlose To-Do-Liste abzuarbeiten, sondern den Weg mit kleinen, stressfreien Erfolgen zu pflastern.

 

Das Vision Board: Deine Träume werden sichtbar

Ein Vision Board zu erstellen, ist bereits ein tief kreativer und heilender Prozess. Es hilft dir, das „Wie“ kurz beiseitezulassen und dich ganz auf das „Was“ und das Gefühl dahinter zu konzentrieren.

  • Kreatives Sammeln: Nimm dir alte Zeitschriften, Fotos oder stöbere online nach Bildern, die dich tief berühren. Es geht um Farben, Symbole und Worte, die dein Licht am Ende des Tunnels widerspiegeln.

  • Ein gemeinsames Erlebnis: Du musst das nicht alleine machen! Das Erstellen eines Vision Boards ist eine wundervolle Beschäftigung mit dem Partner oder der Partnerin. Tauscht euch aus: Was sind unsere gemeinsamen Visionen? Wo wollen wir hin? Das stärkt die Verbindung und macht doppelt Freude.

  • Das Gestalten: Klebe alles auf eine Leinwand oder ein großes Blatt Papier. Es gibt hier kein „Richtig“ oder „Falsch“ – erinnerst du dich? Wir lassen es fließen!

Sobald der Plan steht, fange ich an. Das „Einfach machen“ bekommt so eine Struktur. Es ist ein fließen lassen mit Kompass. Du schiebst die Vogel-Strauß-Taktik beiseite, schaust hin und gestaltest aktiv deinen Weg aus dem Tief.

3. Vertrauen: Du bist deine eigene Expertin/ dein eigener Experte

Hinter all der Gelassenheit und den Plänen steht eine ganz entscheidende Kraft: Das Vertrauen in deine eigene Lösungskompetenz.

Ich habe für mich gelernt, dass ich mich auf mich selbst verlassen kann. Wenn ich zurückblicke, sehe ich, dass ich bisher für jedes Problem eine Lösung gefunden habe – mal war sie laut und offensichtlich, mal leise und kreativ. Dieses Wissen ist mein Anker. Wenn es im Tunnel dunkel wird, weiß ich heute: Ich habe das Werkzeug und die Kraft in mir, das Licht wiederzufinden.

Übung für dein Selbstvertrauen

Wenn du dein Vertrauen stärken willst, hilft oft ein bewusster Blick zurück. Wir vergessen im Stress viel zu schnell, was wir schon alles gemeistert haben.

  • Dein kreativer Rückblick: Nimm dir ein Blatt Papier und schreibe (oder zeichne) alles auf, was du im letzten Jahr geschafft hast. Welche Hürden hast du genommen? Worauf bist du stolz? Schwarz auf Weiß zu sehen, was du bewältigt hast, gibt dir die Kraft für den nächsten Schritt.

  • Der Spiegel von außen: Manchmal sind wir zu streng mit uns selbst. Frag einen guten Freund oder eine Freundin: „Wie siehst du mich? Was meinst du, habe ich schon alles erreicht?“ Du wirst überrascht sein, wie viel Stärke andere in dir sehen, die du selbst vielleicht gerade übersiehst.

Vertraue darauf, dass du die Gestalterin/ der Gestalter bist. Gelassenheit bedeutet nicht, dass immer alles perfekt läuft. Gelassenheit bedeutet zu wissen: „Egal was kommt, ich werde einen Weg finden.“ Dieses Urvertrauen lässt den Stress schmelzen. Es reicht, wenn du den nächsten Schritt gehst und darauf vertraust, dass sich der Weg unter deinen Füßen entfaltet.

Mein Impuls für dich: Wenn du das nächste Mal feststeckst, erlaube dir den kurzen Moment des Innehaltens, aber fang dann an zu gehen. Nutze deine Roadmap, dein Vision Board oder den Blick zurück auf deine Erfolge. Das Licht am Ende des Tunnels ist bereits da – du darfst es jetzt sichtbar machen und es einfach fließen lassen.

Du bist die Gestalterin/ der Gestalter deines Lebens. Wenn es stockt, ist das kein Zeichen zum Aufgeben, sondern eine Einladung zum Innehalten und Neuausrichten. Mit Vertrauen im Herzen und einem Vision Board im Blick verwandelst du Starre in Bewegung. Lass es fließen – du hast alles in dir, was du dafür brauchst.

Möchtest du tiefer in deine kreative Kraft eintauchen? Möchtest du eine kurze Begleitung auf deinem Weg der Wandlung? Dann komm gerne zu einem meiner nächsten Workshops im Kreativraum Becker vorbei. Gemeinsam finden wir den Weg zurück in deinen Fluss!

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